Bootsführer- Infos

 Ein kleines ABC für Bootsführer

FLAGGEN UND STANDER

Schweizer-Flagge

Am Heck, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

Gastland-Flagge

Steuerbord, mittschiffs, solange im Gastland gefahren wird

Suche Gästeplatz

Wer in einem fremden Hafen einen Gästeplatz zum Übernachten sucht, setzt unter der Gastland-Flagge den Wimpel No. 7

Clubstander

Backbord, mittschiffs

KORREKTES VERHALTEN IM HAFEN

Bekleidung

Für das Ein- und Auslaufen sowie während des Aufenthaltes im Hafen trägt man mindestens ein T-Shirt oder Hemd. Nackter Oberkörper (inkl. nur Bikini) widerspricht der Seemannschaft.

Lautstärke

Lautstarke Verständigung mit der eigenen Crew oder mit anderen Booten ist ebenso verpönt wie ein «aufgedrehtes» Radio.

VERHALTEN IN EINEM GASTHAFEN

Belege

Man verwende immer die eigenen Belege; niemals diejenigen des Platzeigners, mache sein Boot stets ordnungsgemäss fest und fendere ausreichend.

Belegung Liegeplatz

Der rücksichtsvolle Skipper belegt nicht den grösstmöglichen, sondern den kleinstmöglichen Liegeplatz für sein Boot.

«Päckli»

Gesetzte Fender auf der dem offenen Wasser (Hafenbecken) zugewandten Seite heisst «päcklen gestattet», auch wenn das «Päckliboot» nicht besetzt ist. Als «Päckler» ist strikt darauf zu achten, dass die Intimsphäre des Päcklibootes so wenig wie möglich gestört wird. Das gilt vor allem für das «Übersteigen» des Päcklibootes, um von und an Land zu gelangen. Päcklen an fremden Booten ist sehr heikel! Wenn möglich, ist es zu vermeiden.

Begegnung mit still liegenden und Segelbooten auf dem See

Mit ausreichend Abstand umfahren und Wellenschlag vermeiden (ggf. Geschwindigkeit drosseln). Segler unter Segel, besonders bei wenig Wind, ausschliesslich achtern umfahren.

Generelles Motto

Generelles Motto: «dä Gschider git no …» (der SBM-Stander verpflichtet uns!).

Seedienst

Die Seedienstkoffer befinden sich an folgenden Standorten:

  • Altenrhein Marina: Brückenwart
  • Horn Ost: Hafenmeister Hildenbrand
  • Arbon: Hafenmeister Schuhwerk

Sturmwarndienst

Warnregionen und Alarmierungszeiten

Seit April 2000 wird der Bodensee in drei Warnregionen (statt deren zwei) unterteilt. Auch wurden die Warnkriterien den verbesserten meteorologischen Erfassungsmöglichkeiten sowie den internationalen Gepflogenheiten angepasst:

Starkwindwarnung (frühe Vorsichtsmeldung) Orangefarbiges Blinklicht, das pro Minute ungefähr 40x aufleuchtet bedeutet: Diese macht auf die Gefahr des Aufkommens von Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 25 und 33 Knoten bzw. 6 bis 8 Windstärken nach der Beaufortskala aufmerksam.

Sturmwarnung Orangefarbiges Blinklicht, das pro Minute ungefähr 90x aufleuchtet, bedeutet: Dieses kündet die Gefahr von Sturmwinden mit Geschwindigkeiten ab 34 Knoten bzw. 8 Windstärken nach der Beaufortskala an. Beide Warnungen werden möglichst eine Stunde vor Eintreffen der ersten Böen im fraglichen Warngebiet angezeigt. Während einer Starkwindwarnung kann auch Sturmwarnung hochgewarnt werden.

Verhaltensregeln Die Schiffsführer haben bei beiden Warnarten im Sinne der allgemeinen Sorgfaltspflicht alle notwendigen Sicherheitsmassnahmen für Mannschaft (Rettungsgeräte) und Schiff zu treffen und je nach Schiffsart und -grösse die Ufernähe oder nötigenfalls eine geschützte Bucht bzw. den nächsten Hafen aufzusuchen.

Rechtliches

Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (BSO)