Club Chronik SBM

Chronik SBM Schweizerischer Bodenseemotorbootclub

Jahr Foto Ereignis
1924 “Gründungs-urkunde” Der 20. Januar 1924 gilt als eigentliche Geburtsstunde des Bootsclubs. Zwölf Bootseigner sprachen sich im Restaurant zur Sonne, Rorschach, dafür aus, die Segel- und Motorbootsportler zu einem einheitlichen Verband zusammen zu führen. Die Gründungsversammlung selber wurde bereits am 17. Februar 1924 mit entsprechenden Statuten abgehalten. Der Club hatte die offizielle Bezeichnung als „Schweizerischer Bodensee Motorfahrer + Segler Verbund“. Als erster Präsident fungierte ein gewisser Herr Goldener aus Horn. Der Jahresmitgliedsbeitrag betrug damals 5 Franken.
1924 / 1934 “Die Bodensee- regulierung” In den folgenden Jahren wartete auf den damaligen Vorstand, unter neuer Führung von Herr Baenziger aus Rheineck viel Arbeit. In dieser Zeit wurden vom Club Distanzkarten, Hafenpläne, neue Anlegeplätze und Vereinbarungen über Zollformalitäten usw. erarbeitet. Auch Verhandlungen mit Lieferanten über kostengünstige Benzinbezüge gehörten in die Vorstandsarbeiten.
Schon damals pflegte der Club eine gute Kameradschaft. Eine erste gemeinsame Bootsausfahrt ist vom 21. Juli 1929 dokumentiert. Das Ziel dieser Fahrt war Kreuzlingen und Mittagessen in Konstanz. Die Ausfahrten wurden im Verband gefahren und die Motorboote nahmen je nach Windverhältnissen die Segelboote in den Schlepp.
Auch die Versammlungen wurden in diesen Jahren nach klarem Traktandum abgehalten. Dr. Ritter als Clubmitglied informierte an der Versammlung 1931 über Unterschiede zwischen 2- und 4-Takt Motoren.
Nadel SBY An einer ausserordentlichen Hauptversammlung 25.Juli 1932 wurde der Clubname auf „Schweizerischer Bodensee Yachtclub“ geändert.
Anlässe zu Wasser wurden damals als „Ansegeln und Ankurbeln“ definiert. Ein solcher Anlass fand am 21. Mai 1933 statt. Vier Gruppenführer in den Häfen von Romanshorn, Arbon, Rorschach und Staad warteten auf die Kollegen, um dann die Bootsreise als Gruppe zu unternehmen. Bootsabstände und sonstige nautische Regeln wurden klar definiert.
Im Restaurant Kaufleuten St. Gallen wurde das 10-jährige Jubiläum gefeiert. Der Mitgliederbestand erreichte schon beachtliche 100 Personen. Als Präsident fungierte nun Dr. Ritter. Sein Boot hiess damals „Peter“ und hatte das Kennzeichen Th. 247. Zur damaligen Zeit bedeutete dies, das 247 Boote im Kanton Thurgau, welcher die Kurzzeichen Th. verwendete, eingelöst waren. Das Oldtimer Schiff ist noch heute im Familienbesitz und kreuzt auf dem Bodensee mit dem Kennzeichen TG 247.
Im Jubiläumsjahr erfolgte der Beitritt zur Fédération Suisse du yachting automobile einer damaligen Dachorganisation.
Der Clubjahresbeitrag wurde auf 8 Franken erhöht und das Clubvermögen belief sich auf 337.90 Franken.
1935 Im Jahre 1935 wurde eine Pfingstfahrt angeboten die zur Insel Reichenau führte. Aufgrund der Distanz wurde auch vor Ort übernachtet. Es gab jedoch lediglich zwei Boote, die über Schlafmöglichkeiten verfügten. Dies waren Boote der Herren Dr. Maeder und Dr. Ritter. Die anderen Teilnehmer waren gezwungen, ein geeignetes Nachtquartier in Hafennähe zu suchen.
Der Vorstand war auch immer wieder mit behördlichen Instanzen und Situationen beschäftigt. Weil Rorschach als Seestadt lange über keinen eigenen Gondel- und Yachthafen verfügte, mussten viele Clubmitglieder ihre Boote zwischen Rheineck und Romanshorn stationieren.
1937 Protokoll” Schriftliches Protokoll, verfasst von Dr. Rud.G. Maeder, St. Gallen, über das Ansegeln und Ankurbeln. Start mit 6 Booten beim Speck-Staader Bootshaus. Weitere Boote schlossen sich dem Schiffs-Konvoi aus anderen Häfen an. Insgesamt 17 Boote mit weit über 50 Personen erreichten den Zielhafen Bad Uttwil.
1938 / 1942 Im Anschluss an eine Schlussfahrt zum Saisonende am 11.09.1938 wurde ein Denksport-Wettbewerb durchgeführt. Ein gewisser Max Ritter erzielte damals mit 52 Punkten den 3. Rang. Damals bot der Club Kindermitgliedschaften an, so dass Max Ritter als Bub im Jahre 1937 dem Club beigetreten ist. Der Vater von Max Ritter, Dr. Ritter, sollte noch viele Jahre in wichtigen Funktionen für den Club tätig sein.
Der Schweizerische Bodensee Yachtclub war Initiant und Begründer des freiwilligen Sturmwarn-Dienstes, der am 01. Juni 1938 die Taufe erlebt. In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der schweizerischen Meteorologischen Zentralanstalt und des Flugwetterdienstes entstand diese Institution. Primär sollten dadurch Bootsunfälle verhindert oder zumindest verringert werden.
Die Zentrale war damals in Altenrhein stationiert. Diese benachrichtigte die übrigen Standorte, die mit Raketenstationen ausgestattet waren, telefonisch über die Wettersituation. An diesen Plätzen wurde dann eine Rakete mit lautem Knall gezündet, gefolgt von einer nächsten Rakete mit Rauchpatrone. Diese war mit einem kleinen Fallschirm ausgestattet, sodass sich beim Sinken über mehrere Minuten ein gelblicher Rauch bildete und weitherum sichtbar war.
Diese Warnung galt für die gesamte Schifffahrt und verpflichtete die Bootsführer, den nächsten schützenden Hafen anzulaufen, bzw. die Häfen auch nicht zu verlassen.
Kurz vor Kriegsausbruch entstand im   Altenrhein ein neues Bootshaus, das vom Club benutzt werden durfte. Dadurch erübrigte sich die Diskussionen innerhalb des Clubs nach einem eigenen Clubhaus. Zu dieser Zeit war es den Motorbootfahrern auf dem Bodensee vorenthalten, zollfreies Benzin an den Seetankstellen zu beziehen. Der Benzinpreis lag damals zwischen 0.20 / 0.25 Franken / Liter. Die Tankfüllung wurde unter Aufsicht eines Zöllners durchgeführt und musste ausschliesslich in den Bootstank erfolgen (keine Kanister-Füllung).
1938 / 1945 Der private Bootsverkehr war während den Kriegsjahren stark eingeschränkt. Die Boote durften die Seemitte nicht überschreiten und Fotografieren vom See aus war grundsätzlich verboten. Die Zollvorschriften mussten strikte eingehalten werden. Es gab eine schriftliche Empfehlung des Clubs an seine Mitglieder, Benzinrationierungsscheine gegen Einsendung des Schifferpatents anzufordern. Mitte der Kriegsjahre war dann der pivate, motorisierte Schiffsverkehr gänzlich verboten. Der Vorstand rief damals seine Mitglieder auf, vermehrt Segelboote zu kaufen. So stieg die Anzahl Segelboote innerhalb des Clubs auf 12 Schiffe. Ebenfalls versuchte der Vorstand die Segelbootbesitzer zu motivieren, Motorbootskollegen auf Segelfahrten mitzunehmen, um denen doch noch ein paar schöne Stunden auf dem See zu gönnen.
“Kauf Segelyacht” Der Club befasste sich im Jahre 1941 auch mit dem Kauf einer eigenen Segelyacht. Dies wurde dann aber in einer Versammlung deutlich verworfen.
Eine andere Empfehlung durch den Vorstand bestand darin, die Gastronomiebetriebe von Clubmitgliedern wie Hotel Rheinhof in Altenrhein, Hotel Bad Horn in Horn und das Fräulein Kaspar zur „Post“ in Berlingen zu berücksichtigen.
Der jährliche Mitgliedsbeitrag wurde von 9 auf 5 Franken reduziert. Der freiwillige Sturmwarndienst wurde 1942 wieder reaktiviert.
Innerhalb des Clubs wurden die Segler als Untersektion mit der Bezeichnung „Yachtclub Staad“ geführt. Am 15. August 1942 erfolgte die Gründungsversammlung des Yachtclub Staad. Im selben Jahr gewannen die Staader Segler mit Hermann Grimm und Max Riklin die Bodenseemeisterschaft.
Protokoll HV” Selbst während den Kriegsjahren fanden die Versammlungen statt. Damals wurden Gesuche um Clubaufnahme durch den Souverän entschieden.
1945 Erst ab 1946 durften Schweizer Kursschiffe ihren Betrieb auf dem Bodensee, mit französischer Genehmigung, für Sonderfahrten zum deutschen Ufer durchführen. 1948 wurde der Trajekverkehr (Transport von Bahnwagen auf dafür gebauten Booten) zwischen Friedrichshafen und Romanshorn wieder eröffnet. Im gleichen Jahr durften auch wieder Kursschiffe verkehren.
1946 / 1958 Leider sind aus den unmittelbaren Kriegsfolgejahren keine Unterlagen vorhanden, welche die Aktivitäten und Organe des Clubs dokumentieren. Trotzdem darf davon ausgegangen werden, dass der Club durchaus, wenn auch eingeschränkt, aktiv war.
Die Namensänderung, bzw. der Zeitpunkt der Namensänderung von Schweizerischer Bodensee Yachtclub zum heutigen Clubnamen SBM Schweizerischer Bodensee Motorbootclub, wurde im Zeitraum zwischen 1950 und 1958 vollzogen. Dr. Ritter, der eine zweite Amtsperiode als Präsident übernahm, war an der Namensfindung wesentlich beteiligt.
1959 / 1962 An der HV vom 06. Juni 1959 wird der Vorstand auf 7 Mitglieder aufgestockt, namentlich wurden gewählt: Walter Furrer, Dr. Max Ritter, E.Bischoff-Fischbach, Ernst Kopp, Charles Fischer, Hans Bühler und Walter Bolleter. Der Vorstand beantragt an der HV, kein festes Jahresprogramm anzubieten, sondern je nach Wettersituation Ausfahrten vorzunehmen.
Dr. Ritter präsentiert im Anschluss an die HV   einen Lichtbildvortrag über seine Bootsfahrt zur Weltausstellung in Bruxelles. Es wird sehr geschätzt, einen so erfahrenen Seefahrer und Sportsmann wie Dr. Ritter in den eigenen Reihen zu haben.
Kassabericht” An der HV vom 24.06.1961 wird der Antrag gestellt, eine aktive Mitgliederwerbung zu betreiben, indem die kantonalen Bootskontrollen über Neuzulassungen angefragt werden sollen. Der Kassabericht richtet sich mit den Worten; Herr Präsident, werte Clubmitglieder…
Clubbeitritt von Hans Nobel, der in den folgenden Jahren auch Vorstandsmitglied war und noch heute A-Mitglied ist. In seiner Freizeit hat Hans zusammen mit seinem Vater eigenständig ein Kunststoffboot mit einer Länge von rund 5 Meter gebaut. Dies stellte zur damaligen Zeit für den privaten Schiffsverkehr ein Novum dar. Die Bootsschalen waren damals fast ausschliesslich aus Holz. Hans und seine Frau Rita nehmen heute noch aktiv an den Seeanlässen und Clubleben teil.
1962 1962 wurde unter Federführung des SBM das internationlae Komitee “DER WASSERSKI” gegründete.
Im selben Jahr wurde der freiwillige Sturmwarndienst definitiv an die kantonalen Amtsstellen abgetreten.
Clubbeitritt von Hans-Jörg Glatthard, heute noch aktives A-Mitglied.
1963 Der SBM erhielt von einer Familie Biel, welcher in Nonnenhorn nebst einer Villa auch ein privater kleiner Hafen gehörte, eine Einladung. Knapp 10 Boote folgten der Einladung und wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet.
1965 Im damaligen Restaurant Schifferstube, Staad hatte der SBM einen eigenen Clubraum. Ein Aufruf ging damals an die Mitglieder, den Raum mit nautischen Gegenständen auszustatten. Die Schifferstube hatte einen eigenen Anlegesteg, so dass die Mitglieder jeweils mit dem Schiff beim Clublokal anlegen konnten (welch ein Luxus).
Der SBM veranstaltete sogenannte Kork-Fischen. Ein Mitglied mit Pilotenlizenz warf über der Schweinebucht eine Ladung mit Korken, welche entsprechend mit Zahlen versehen waren, aus dem Flieger. Die Mitglieder wiederum fischten diese Korken mit ihren Booten fahrend aus dem Wasser. Wer die höchste Punktzahl erreicht hatte, wurde abends in gemütlicher Runde prämiert.
1972 Im Jahre 1972 werden neue Verkehrsvorschriften wie die Erweiterung der Uferzone auf 300 Meter, erlassen. Auch dem Umweltschutz wird verstärkt Rechnung getragen. Vorgesehen sind Abwassertanks für Boote mit sanitären Einrichtungen.
1973 / 1978 Auszug Protokoll” Aufgrund starker Anti-Motorbootstimmung in der Öffentlichkeit, errichtete der SBM einen freiwilligen Seedienst. Im Jahre 1973 wurden dann 34 Einsätze von Mitgliedern gefahren. Die Behörden haben diesen Service gutgeheissen unter der Voraussetzung, dass sich kein Mitglied amtliche Befugnisse anmasst.   Es wurde eine sehr detaillierte Buchführung betrieben, inkl. Sünderliste. Diese Liste enthielt ausschliesslich Bootskennzeichen. Wiederholungstäter (Boote) wurde noch speziell markiert.
Diese Institution wurde dann federführend vom IBMV, Internationaler Bodenseemotorboot Verband, übernommen. Dieser Dachorganisation gehören zwischenzeitlich 30 Clubs mit rund 3500 Mitgliedern an.
Im Jahre 1974 wurde eine Arbeitsgruppe innerhalb des SBM eingesetzt, der die lange Zeit bestehenden Statuten überarbeitet und diese der ausserordentlichen HV vom 02. Juni 1975 zur Genehmigung unterbreitet hat. Diese Statuten haben noch heute Gültigkeit.
1979 Clublokaleröffnung” 19. Mai 1979; Einweihung eigenes Clublokal im Gebäude des Seerestaurants Rorschach. Das Lokal konnte vom SBM jederzeit auch für Grossanlässe genutzt werden, ohne finanzielle Beteiligung an der Lokalität.
Zur gleichen Zeit findet ein Informationsanlass, welcher als Fäkalien-Hock in die Clubgeschichte eingeht, statt. Darin erläutert Gastreferent Ernst Schwarz die Notwendigkeit, Schwarz- und Grauwasser künftig in Tanks zu deponieren, bevor diese dann in speziellen Absaugstationen entleert werden können.
Ueber viele Jahre wurden regelmäss, bzw. wöchentliche Stamm und Hocks organisiert. Je nach Jahreszeit wurden zwischen zwei bis fünfzehn Personen gezählt. Unterschiedliche Lokale wie das Seerestaurant Rorschach, Rössli Staad, Schiffli Buriet, Hotel Bahnhof Romanshorn, Hafenkneipe Arbon u.a. waren geeignete Lokalitäten.
Vers René Marquart” Erstmals tritt ein Neumitglied namens René Marquart in Erscheinung und wird am 17.08.79 offiziell begrüsst. An seinen Texten, die er jeweils unter dem Küstlernamen “Renato Goosy II” verfasste, durfte sich der SBM viele Jahre erfreuen. Ob Stammtreff oder HV, René kreiert die Texte und präsentierte diese gleich im Anschluss an die jeweilige Versammlung:
1985 Auflösung Clublokal per 27.12.1985 ohne Angaben von Gründen.
Bis Mitte der 80 Jahre kleidete sich der Vorstand jeweils zur HV einheitlich mit blauem SBM Blazer.
Bereits in den frühen Jahren organisierte der SBM laufende Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder in Form von sog. Schiffer-WK’s. Beispielsweise eine Dia-Show “Swiss-Navy” im Einsatz, Vorführung vom Gastreferent Präsident FSM.
1988 / 1990 Sehr aktives SBM-Clubleben mit vielen Jahresveranstaltungen wie Wochenstamm, Fonduefahrt, Hauptversammlung incl. Ball, Schiffer WK, Rätselfahrt, Anmotoren, Abmotoren, Klausabend u.a.
1992 Foto Schiffstaufe” Bootstaufe mit toll geschmückten Booten im Harder Hafen 20.06.1992. Selbstverständlich mit Neptun und den Meerjungfrauen.
1992 “Vorstands-tisch” Der Vorstand des SBM hat nicht nur regelmässig Sitzungen abgehalten sondern musste sich auch in gewissen Abständen von den Strapazen erholen. Dies tat er in jeweils mehrtägigen Vorstandsausflügen u.a. 3. Seenrundfahrt Sept. 1992
Bregenz – Anmotoren mit riesigem Stegfest; jedes Boot bzw. jeder Skipper offerierte einen Gang. Die Boote sind mit Banderoln beschriftet wie Restaurant “Choch-Töpfli” u.v.a. Gespiesen wird auf den Schiffen oder auf dem Steg
1997 Ruedi Rüegg wird als Nachfolger von Helmut Knodel zum neuen Präsidenten gewählt. Unter seiner langjährigen Führung entwickelt sich der SBM zu einem Club, der am Bodensee überall gerne gesehen ist.
1998 Der SBM wurde vom OK der Airshow Altenrhein angefragt eine seeseitige Absicherung der An- und Abflugschneisse sicherzustellen. Mit rund 20 Booten übernahmen Kolleginnen und Kollegen diesen freiwilligen Hilfsdienst.
1999 Das Clubhaus gehört der Vergangenheit an. Viel hat’s gekostet und weh hat’s getan.
1999 “Hochwasser” Das Anmotoren 1999 in Bregenz geplant, fällt sprichwörtlich ins Wasser. An diesen Pfingsttagen schüttet es unaufhörlich und die Boote können den Hafen nicht anlaufen. Im Kloster Mehrerau wird trotzdem kräftig gefeiert. Danach besucht die Präsidentengattin Charlotte Rüegg das Casino mit Trainingshosen. Ihre Kleidung wurde vorher Opfer der Nässe. Das Hochwasser beschäftigt die ganze Bodenseeregion bis weit in den Sommer hinein. Etliche Häfen sind für die Privatschifffahrt vorübergehend geschlossen.
“Leuetatze” Zum 75. Jubiläum liess sich der SBM etwas Besonderes einfallen. In Zusammenarbeit mit dem Obmann des Naturschutzgebietes Romanshorn, versammelten sich Clubmitglieder bewaffnet mit Stiefeln und Handschuhen, um das Gebiet von Schwemmholz und Wohlstandsmüll zu säubern. Selbst Fernsehgeräte wurden gefunden. Die Helfer genossen im Anschluss die Verpflegung und das Clubleben. Die Presse war wie auch die Präsidenten von IBMV und FSM anwesend und haben positiv von dieser Aktion berichtet. Der Präsident erhielt vom Anzeiger Verlags AG eine Auszeichnung und vom IBMV Präsidenten Hans Joachim Kurz eine Jubiläums-Uhr, überreicht.
2000 Anlässlich des jährlichen Schiffer WK’s lud der SBM einerseits die Berufsschifffahrt, die Segler und natürlich die Motorböötler zu einer Podiumsdiskussion ein. Dabei stellten die Besucher fest, dass jeder Seenutzer etwas andere Ansprüche und Bedürfnisse hat, diese aber mit Verständnis und Rücksichtsnahme zu lösen sind.
2002 Per 31.12.2002 erfolgte der Austritt aus einer Schweizerischen Dachorganisation FSM (Fédération Suisse Motonautique). Diese Organisation ist mehrheitlich in der Zentral- und Westschweiz aktiv und konnte die Interessen am Bodensee aus Sicht des SBM nicht wahrnehmen oder aktiv unterstützen.
Winter” In diesem Jahr fand erstmals ein Winteranlass (ohne Boote) statt. Das Schlittelvergnügen wurde dann in den Folgejahren durch andere Aktivitäten abgelöst.
2003 Anlässlich der HV im Hotel, Restaurant Schiff, Buriet wird den Anwesenden Clubmitgliedern die erste SBM Website durch den Kassier präsentiert. Das digitale Zeitalter hat auch beim SBM begonnen.
2004 “Kopfbe- Deckung” Das Anmotoren wurde wiederum als Stegfest in Bregenz abgehalten. Einige Boote erhielten dann aufgrund ihres kulinarischen Angebotes neue Namen wie z.B. Gin Tonic, Vielle Prune usw. Am Sonntag war dann eine Kopfbedeckungsparty mit Prämierung. Mit Tauchanzug und Brille mussten auch gewisse Bootsutensilien aus dem Hafenbecken gefischt werden, die am Vorabend Opfer der Party wurden.
2009 Die Swiss Olympic Association veranstaltete am 04.07.2009 den Gigathlon 2009. Der Wettbewerb startete mit rund 1200 Sportlern mit einem Distanzschwimmen zwischen Strandbad Rorschach nach Altenrhein Jägerhaus. In einer freiwilligen Aktion übernahme der SBM auf Anfrage die Postenarbeit mit 26 Booten. Auf jedem Schiff war ein ausgebildeter Rettungsschwimmer. Glücklicherweise verlief der gesamte Wettkampf bei tollen Verhältnissen unfallfrei. Dieses punktuelle Engagement des SBM wurde allseits sehr begrüsst und die Medien haben darüber ausführlich und positiv berichtet. Das Honorar wurde im Anschluss im Restaurant Rheinspitz Altenrhein verspiesen.
2011 Unser langjähriger Clubdichter René Marquart verstarb im Jahre 2009. René war immer für Ueberraschungen gut. So überraschte er auch den SBM, indem er dem Club einen schönen Geldbetrag vererbte. Der Vorstand entschied sich für einen René Marquart Memorial Anlass. Mit toller Unterstützung des Motorbootclub Hard und Mäni Müller, langjähriger SBM Vorstand und heutiges Ehrenmitglied, wurde ein unvergesslicher Seeanlass organisiert. Ueber 100 Teilnehmende mussten zuerst einen Schiffs-Parcour nach vorgegebenen Koordinaten abfahren und an diesen Standorten gewisse Aufgaben erfüllen. Die tolle Stimmung im Festzelt erreichte dann vor Mitternacht ihren Höhepunkt, als die SBM Mitglieder auf Tischen und Bänken zu den Melodien der Band tanzte. Ein grosses Dankeschön an René.
Der Doppelanlass Anmotoren / Schiffstaufe im Hafen Horn West wurde zur grossen Herausforderung für den Vorstand. 160 Personen mit 50 Booten waren bei herrlichem Wetter gemeldet. Bereits Tage voraus stellte der Vorstand ein grosses Zelt, um diesem grossen Ansturm gerecht zu werden. Am Sonntag wurden gleich fünf Boote nach seemännischer Sitte mit dem Meeresgott “Neptun” getauft.
Der Vorstand zeigt sich von der imposanten Entwicklung der Clubanlässe, bzw. den vielen Anmeldungen der Mitglieder, Kinder und Gäste sehr zufrieden. In den letzten Jahren haben sich diese Veranstaltungen sowohl qualitativ und quantitativ gesteigert. Der Vorstand betrachtet dies als Anerkennung und Lohn und zugleich als Motivation für künftige Veranstaltungen.
2012 Die 87. HV erfolgte unter ganz besonderen Voraussetzungen. Ruedi Ruegg, der das SBM Ruder die letzten 14 Jahre mit viel Engagement und Herzblut geleitet hatte, trat als oberster Steuermann zurück. Unter tosendem Applaus wurde Ruedi Rüegg durch den Souverän zum Ehrenpräsidenten ernannt. Als langjähriger Vorstand übernahm Reto Arpagaus das schwere Erbe.
2012 Bild Ruderin Was hat Rudern mit dem SBM gemeinsam? Ganz einfach eine Power-Frau die SBM- Mitglied ist, Rudern als Passion und den Rhein als Faszination empfindet. Trotz vieler Warnungen im Vorfeld startete die damalige Frau Gemeindeammann von Uttwil, Brigitte Kaufmann, am 21.04.2012 in Grenzach zu ihrer Solo Rudertour. Nach unzähligen Hindernissen wie Berufsschifffahrt, Wind, Wetter erreichte sie Rotterdam nach 17 Rudertagen und rund 1000 Kilometer. Unterstützung erhielt Brigitte insbesondere von ihrer Familie und weiteren Helfern. Das erfahrene Rhein-Skipper-Paar Nelly und Ruedi Aeschimann, ebenfalls SBM Mitglied, hat die Sportlerin mit ihrem Motorboot begleitet und in allen Belangen unterstützt. Zum Abschluss sagte Brigitte: „Mich erstaunt nicht so sehr, dass ich in Rotterdam angekommen bin, sondern dass ich mich überhaupt auf den Weg gemacht habe.“
2015  90 Jahre SBM Irgendwie war schon zu erahnen, dass da was „im Busche“ sein muss, als immer mehr Menschen in Uhldingen / DE gesichtet wurden, die in exakt der Art und Weise gekleidet waren, wie es in den goldenen Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts usus war: Gleich mehrere Damen präsentierten sich mit Federboas geschmückt, mit Spitzen gekleidet, mit filigranen Stirnbändern und auch grossen Blumen. Die Herren der Schöpfung hingegen erfreuten die Zuschauenden mit Nadelstreifenanzügen oder auch mal mit Smoking, Zylinder und weissen Handschuhen.
Als dann noch der einzige Raddampfer des Bodensee, die ehrwürdige „Hohentwiel“, ebenfalls aus der zeitlichen Epoche rund um die Gründung des SBM stammend, anlegte, war der letzte Zweifel schnell ausgeräumt: Hier musste es sich um ein Jubiläum handeln!
Und richtig: Die Damen- und Herrschaften trafen ein, um gleich darauf die Hohentwiel zu besteigen und dort, gemäss alter Väter Sitte, das 90-jährige Bestehen des ältesten Motorbootclubs am Bodensee zu feiern.
Max Ritter, das gleichzeitig älteste wie auch dienstälteste SBM-Mitglied, liess es sich nicht nehmen, ebenfalls auf die Hohentwiel zu kommen und den Festivitäten beizuwohnen. Mit Freude erzählte er den gespannt lauschenden Mitgliedern aus den frühen Tagen des SBM, dem er als junger Mann anno 1937 beitrat.
Heute darf der Schweizerische Bodensee Motorbootclub mit Stolz von sich behaupten, nicht nur der älteste, sondern auch einer der ganz grossen und einflussreichen Motorbootclubs am Bodensee zu sein. Probleme mit Mitgliederrückgang kennt der kinder- und familienfreundliche Club glücklicherweise nicht, im Gegenteil: Wegen einer unglaublich guten Seekameradschaft unter den Mitgliedern, aber auch der vielen tollen Anlässe wegen, weist der SBM nach wie vor zunehmende Mitgliederzahlen auf. Zudem sind beim SBM nicht nur Motorboote, sondern auch Segelboote herzlich willkommen – getreu dem Motto: „Böötler sind Böötler!“
2017

Arboner Seeputzätä

Dankschreiben Stadt Arbon

Zusammen mit dem YCA Jachtclub Arbon organisierte der SBM, unterstützt von der Stadt Arbon, einen Sozialanlass. Trotz kühlen und vor allem feuchten Witterungsverhältnissen haben rund 50 Personen den Event tatkräftig unterstützt und in rund 3 h Arbeit über 2000 L Abfall und Müll gesammelt.
2017/2018  neues Logo An der HV 2017 entschied der Souverän einen internen Wettbewerb für ein neues Clublogo zu starten. Ueber 20 Vorschläge von SBM Mitgliedern wurden eingereicht. In einer Vorselektion entschieden sich die Mitglieder für zwei mögliche Lösungen. An der HV 2018 stand das bisherige Club Logo im Wettbwerb zu den zwei Varianten. Mit grossem Mehr wurde letztendlich die Lösung von Stefan Risi gutgeheissen und gewählt. Der Vorstand wurde beauftragt, das neue Club Logo in blauer Ausführung umzusetzen.

Dank und Nachtrag

Verfasser Reto Arpagaus 2015/2016 – Präsident SBM
Quellenangaben:Protokolle, Auszüge aus SBM Präsidenten Archiv
Herzlichen Dank an untenstehende Personen für die Unterstützung, ohne diese Chronik in dieser Form nicht zustande gekommen wäre

Max Ritter, Mitglied seit 1937 (Freimitglied)

Mäni Müller, Mitglied seit 1986 (Ehrenmitglied)

Ruedi Rüegg, Mitglied seit 1996 (Ehrenpräsident)

Hans Nobel, Mitglied seit 1962

Otto Ernst, Mitglied seit 1999, Vorstandsmitglied seit 2011, (digitale Aufbereitung)